Review: SØMAND Triton Classic

Connected Watch – aber anders, als man denkt!

Ich gebe zu, trotz der Flut von kleinen Marken, die den Markt mit mehr oder weniger ähnlichen Uhren überschwemmen, habe ich trotzdem immer ein aufmerksames Auge auf Uhren, die doch etwas aus der Reihe tanzen. Dazu kommt, das ich als Liebhaber der Weltmeere einen schwachen Punkt beim Thema Wasser habe. Und damit meine ich nicht Wasser aus der Flasche, sondern Meer.

Das Rathaus von Heiligenhafen. © Harald Helmlechner

„Connected to the Sea“ – mit dem Slogan geht SØMAND in den Markt. Die Uhren haben ihren Heimathafen an der Ostsee. Heiligenhafen, eine Kleinstadt im Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein, liegt auf der östlichen Spitze der Halbinsel Wagrien. Gegründet wurde die Marke von dem Heiligenhafener Arne Vincent Steinwender während seines Studiums – mit dem Fokus, einen qualitativen Gegenpol zu den Wellingtons dieser Welt zu bieten.

Der skandinavische Name SØMAND – ausgesprochen „Söman“ – steht für den Seemann. Kein Wunder also, das die Triton des kleinen Herstellers den Dreizack des Neptun im Namen trägt!

Sea, sunshine: Das Zifferblatt. © Thomas Gronenthal

Die Uhr selber zeigt den saloppen Charakter einer Uhr, die man in der Freizeit gerne umschnallt, weil sie weder den Stress nahender Termine suggeriert, noch groß und schwer ist. Das flache Stahlgehäuse ist sandgestrahlt, der Boden hochglanzpoliert und mit ansprechenden Gravuren versehen. Das Seepferdchen findet sich als Logo auch auf der Krone und dem Zifferblatt. Und das ist auch das Highlight der Uhr: Silbern, aufgesetzte Indexe in schwarz und ein ausgedrehter Rand rund um das Zifferblatt – und der Slogan „Connected to the Sea“ machen das Gesicht der Uhr außergewöhnlich. Farblich abgestimmt passen Druckfarbe des Slogans und der Sekundenzeiger in Blau zum Thema Meer. Interessant ist, das die Uhr ein Hybrid zwischen Dresswatch und Sportuhr ist, und daher sowohl zum Sakko wie auch zur Jeans passt.

Doppelte Faltschließe, mattiert, und mit Firmennamen versehen. © Thomas Gronenthal

© Thomas Gronenthal

Das Deckglas ist aus künstlichem Saphir gefertigt und sauber in das Gehäuse eingepasst. Als Antrieb nutzt die junge Uhrenmarke Werke von Ronda, einem Schweizer Hersteller. In diesem Fall werden die „Swiss Parts“-Quartzwerke genutzt, die in Asien mit Schweizer Komponenten gefertigt werden. Über Gangwerte braucht man in diesem Fall kaum nachdenken – quartzgenau drehen die Zeiger Ihre Runden.

Das Armband ist aus sehr hochwertigem und weichem Leder gefertigt und definitiv ein weiteres Merkmal, was die Uhr von anderen Herstellern unterscheidet. Dazu gehört auch die Doppelfaltschließe, die mit zwei Drückern an der Seite geöffnet wird. Das Uhrgehäuse und die Schließe sorgen für hervorragende Balance am Arm – die SØMAND trägt sich sehr angenehm.

© Thomas Gronenthal

Watchthusiast-Fazit: Die SØMAND Triton Classic ist eine Connected Watch – verbunden mit einem der schönsten Dinge auf der Welt: Dem Meer. Diese „Connection“ ist deutlich symapthischer als piepsende und brummende Uhren, die als verlängerter Arm des Smartphones herhalten müssen.

Das Thema „Meer“ wurde ansprechend und qualitativ umgesetzt und setzt die Triton ab von den ganzen Wellington- und Cluse-Klonen. Alle Komponenten sind von guter Qualität und sauber verarbeitet – das Armband und die Schließe bieten neben dem schönen Zifferblatt einen echten Mehrwert in der heiss umkämpften Preisklasse unter 200 Euro. Ach ja – 169 Euro kostet die SØMAND Triton. Das ist nicht zu viel für ein Stück Urlaubsfeeling am Arm!

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