Watch-Sharing: DuBois et fils

Für eine Überraschung ist Thomas Steinemann, Chef von DuBois et fils – der ältesten Uhrenfabrik der Schweiz, immer gut. Zur diesjährigen Baselworld stellt das Unternehmen, das vor einigen Jahren durch ein monumentales Crowdfunding 1,5 Millionen Franken zum Aufbau einer neuen Kollektion sammelte, eine neue Methode zum Genuss von Luxus vor.

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Thomas Steinemann, CEO von DuBois et fils, im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. ©DuBois et fils

Die Marke ist nach eigenen Angaben bekannt dafür, klassische Strukturen innerhalb der Luxusuhrenindustrie zu hinterfragen, aufzubrechen und neue Wege zu gehen. Nach 265 Jahren ununterbrochener Produktion von Armband- und Taschenuhren präsentiert DuBois et fils als erste Uhrenmarke bisher das Projekt „Miete deine Luxusuhr“.

Die Vorlage liefert die Sharing Economy – das Synonym für „Mein Auto ist auch Dein Auto“, oder der beliebte Reisetrend des Couchsurfings. Demnächst kann man also auch Luxusuhren mit dem Stammbaum der ältesten Uhrenfabrik der Welt mieten – wie genau das Konzept aussieht, wird Thomas Steinemann während der Baselworld erklären.

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Diese Uhren kann man demnächst mieten – und während der Baselworld im Club de Bâle in Basel mit Blick auf den Rhein besichtigen. ©DuBois et fils

Die eigene Markenphilosophie „Nomads of Time“ passe zu der Idee des Teilens, sagt DuBois et fils. Vom 16. bis 22. März 2016 ist die Marke im Basler Club de Bâle zu besuchen, an ausgewählten Tagen finden jeweils um 18 Uhr interessante Inputreferate mit aussergewöhnlichen Gästen statt.

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Das Modell DBF 003-04 mit einem völlig neu verzierten, historischem Uhrwerk von Revue-Thommen. ©DuBois et fils

Der Hersteller hat schon einmal bewiesen, das ein mutiges Konzept aufgeht. Und letztlich sind wir beim Leasing eines Autos schon längst daran gewöhnt, alle zwei oder drei Jahre eine neue Kutsche vor dem Haus zu haben. Möglicherweise ist dieses Modell auch ein gangbarer Weg für die Uhrenindustrie – warum kaufen, wenn ich auch mieten kann?

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