Titan, Automatik und beste Ablesbarkeit: Mit der CMK-100 präsentiert CASIO erstmals eine mechanische Armbanduhr unter der eigenen Kernmarke. Bisher bot lediglich die Edifice-Kollektion mechanische Modelle (siehe Watchthusiast-Review). Drei Modellvarianten verbinden ein japanisches Automatikwerk mit einem leichten Titangehäuse und einer betont funktionalen Gestaltung.
Mit der CMK-100 schlägt CASIO ein neues Kapitel seiner Uhrengeschichte auf. Nachdem das japanische Unternehmen über Jahrzehnte vor allem mit digitalen Zeitmessern, Quarzuhren und funktionalen Konzepten bekannt geworden ist, erweitert es sein Portfolio nun erstmals um eine mechanische Uhr unter der Kernmarke CASIO. Das Design ist dabei nicht neu – es erinnert deutlich an die Rolex Explorer, ergänzt um einen Schuss Panerai auf dem Zifferblatt. Die Mischung ist durchaus attraktiv, und auf den ersten Blick hat Casio vieles richtig gemacht. Die Zeigerlängen sind nahezu perfekt, die Ablesbarkeit optimal. Das auch bei Nacht: an Leuchtmasse wurde nicht gespart. Das Datum auf drei Uhr erhöht den täglichen Nutzwert der Uhr.
Titan für hohen Tragekomfort
Ein wesentliches Merkmal der neuen Modellreihe ist die Konstruktion aus Titan. Die Variante CMK-100TD-1AER verfügt über ein Volltitangehäuse und ein Titanarmband. Das Gesamtgewicht beträgt lediglich 98 Gramm. Damit dürfte die Uhr insbesondere bei längeren Tragezeiten von ihrem geringen Gewicht profitieren. Positiv hervorzuheben: Das Armband besteht aus massiven Gliedern, auch für die Anstoßstücke, die das Band mit dem Gehäuse verbinden, wurde Vollmaterial und kein Blech genutzt.
Noch leichter fallen die beiden Ausführungen mit alternativen Armbändern aus. Die CMK-100TC-1AER mit Textilband und die CMK-100TL-1AER mit Lederband bringen jeweils nur 55 Gramm auf die Waage. CASIO positioniert sie damit als besonders leichte mechanische Zeitmesser ihrer Klasse.
Mit einer Wasserdichtigkeit von 10 bar ist die CMK-100 zudem für den Einsatz im Alltag und bei Outdoor-Aktivitäten ausgelegt. Dazu sind der Gehäuseboden und die Krone verschraubt. Als Glas kommt Saphir zum Einsatz – ein alltagstaugliches Feature, das die Uhr weiter aufwertet.

Die CMK-100TL-1A kommt am Lederband und verfügt über Leuchtmasse in Vintage-Farbgebung. © CASIO Europe GmbH
Mysterium Uhrwerk
Über das Innenleben der CMK-100 hält sich CASIO bislang auffallend bedeckt – in den Pressematerialien ist nichts dazu erwähnt, und der geschlossene Gehäuseboden verrät ebenso nichts. Der Hersteller spricht lediglich von einem in Japan gefertigten Automatikwerk, ohne Kaliber oder Werkhersteller zu nennen. Inzwischen verdichten sich allerdings die Hinweise auf das bewährte Miyota 8215 – auch die Schriftart der Datumsscheibe auf den Pressefotos unterstützt die Vermutung. Neben den kolportierten technischen Daten – 21 Lagersteine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und rund 42 Stunden Gangreserve – verdichten sich damit die Hinweise auf eine solide, aber wenig aufregende Wahl. Zwar hat das Kaliber mittlerweile den über Jahrzehnte vermissten Sekundenstopp, eine Eigenart bleibt jedoch bestehen: Der manchmal ruckelnde Sekundenzeiger. Verursacht durch einen indirekten Antrieb der Sekundenanzeige ausserhalb des regulären Kraftflusses kann – abhängig von verschiedenen mechanischen Faktoren – der Sekundenzeiger gelegentlich ein paar Sekunden überspringen.
Drei Varianten zum Marktstart
CASIO bringt die CMK-100 zunächst in drei Ausführungen auf den Markt. Die Unterschiede liegen vor allem in der Wahl des Armbands und der jeweiligen Materialausstattung.
- CMK-100TC-1AER: mit Textilarmband, UVP 299 Euro
- CMK-100TL-1AER: mit Lederarmband, UVP 319 Euro
- CMK-100TD-1AER: mit Titanarmband, UVP 399 Euro
Der Verkaufsstart ist für den 12. November 2026 vorgesehen. Die Modelle sollen über die deutsche CASIO-Website und ausgewählte Fachhändler erhältlich sein.
Ein neues Kapitel für CASIO
Seit der Einführung einer der ersten digitalen Armbanduhren im Jahr 1974 steht CASIO für die Verbindung von Funktionalität, technischer Innovation und eigenständigem Design. Mit der CMK-100 erweitert das Unternehmen dieses Selbstverständnis nun um die mechanische Zeitmessung.
Die neue Automatiklinie ergänzt damit das bisherige Portfolio um eine weitere Facette. Ob sich CASIO damit dauerhaft im Segment mechanischer Uhren etablieren kann, wird nicht zuletzt von der Resonanz auf die ersten Modelle abhängen. Mit Titan, einem japanischen Automatikwerk und einer klaren funktionalen Ausrichtung bringt die CMK-100 jedenfalls eine eigenständige Kombination in das Einstiegssegment mechanischer Armbanduhren.








