Kickstarter: Erste Uhr mit Wechselzifferblatt von Kewitz

Uhrenmanufaktur Kewitz sorgt für den höchsten Grad an Individualisierung

Jonas Kewitz bietet mit seiner Uhr die Lösung für ein altes Problem beim Thema „Individualisierung“ einer Uhr: Das Zifferblatt. Bei zahlreichen Herstellern kann man die Lünette, Armbänder und andere Bestandteile der Uhr mit cleveren Tricks tauschen – Kewitz aber erlaubt auch den Wechsel des Zifferblattes – erstmals in der Branche.

Jetzt ist die Uhr in einer Kickstarter-Kampagne zu erwerben – Interessenten können ab sofort für 220 Euro zugreifen. Die Lösung für das technische Problem, das vor allem Wasser und Schmutz sowie Staub als Feinde hat, ist durchaus clever gedacht. Das Gehäuse ist mehrteilig – Glas, Innenteil und Boden lassen sich in einem Stück aus einem Rahmen drücken. Das Prinzip erinnert an die wasserdichten Uhren von Roamer, und noch mehr an die Fortis Logo-Modelle der 1980er Jahre.

Fortis Logo mit Container-Gehäuse. Das gekapselte Werk ließ sich so mit anderen Gehäusen und Armbändern kombinieren. Bei Kewitz kommt noch der Spalt hinzu, durch den das Zifferblatt getauscht werden kann.

Ein Spalt in dem Innengehäuse ermöglicht dann das Einschieben von verschiedenen Zifferblättern. Der Spalt, der für die Zeigerachsen nötig ist, wird durch ein Designelement in der Uhr kaschiert. Wichtig ist allerdings höchste Sauberkeit bei dem Wechsel: Staubpartikel und Flusen zwischen Zifferblatt und Glas sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch langfristig für Schäden am Uhrwerk sorgen.

Apropos Uhrwerk: Ein Schweizer Quarzwerk von Ronda wird eingesetzt, das Kaliber 702 ist eines der ultraflachen Werke. Das Gehäuse ist aus deutscher Fertigung und aus Edelstahl 316 L mit einem Durchmesser von 42 mm. Die Bänder sind 18 mm breit.

Noch steht die Kickstarter-Kampagne am Anfang, und die Informationen sind noch etwas dürftig. Weder der Hersteller des Uhrwerks noch Details zum verwendeten Uhrglas sind zu finden, auch keine Bilder der Uhr von hinten oder Realbilder des Wechselmechanismus. Trotzdem ist das Konzept spannend – denn so weit ist bisher niemand bei dem Thema „Zifferblattindividualisierung“ gekommen. Entwickelt hat Jonas Kewitz das Konzept neben dem Studium – er ist erst 22 Jahre alt, aber hat einen Traum: Die eigene Uhrenmanufaktur und den Mechanismus der Wechselzifferblätter, den er bereits zum Patent angemeldet hat.

Auch das Gehäuse kann verändert werden, die Bänder sind dank Schnellwechselsystem tauschbar. 25.000 Euro möchte Jonas Kewitz sammeln – auf dem Weg wären ein paar weitere Detailshots der Uhren wünschenswert – aber das Prinzip ist im Auge zu behalten – was natürlich auch auf Instagram geht!