Omega: Uhren für Agenten und Astronauten

Nur wenige Marken schaffen die doppelte Legende

Büro, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Keller und maximal Garten und Garage: Die Abenteuer für Armbanduhren sind überschaubar. Nur wenige Marken schaffen es, gleich doppelt in die Geschichtsbücher einzugehen. Omega hat es geschafft – die Marke findet sich nicht nur am Handgelenk des berühmten Agenten 007, sondern schaffte es auch als erste Uhr auf den Mond.

Der “alte” Bond und die neue Uhr: Daniel Craig und die Omega Seamaster Diver 300M 007 Edition für “No time to die”. © Omega

Das Unternehmen wurde im Jahre 1848 durch den 23-jährigen Louis Brandt in La Chaux-de-Fonds als Betrieb zur Herstellung von Uhrenteilen gegründet. Die später gefertigten Uhren trugen zunächst den Markennamen „Louis Brandt“, 1894 tauchte erstmals der Name Omega als Symbol für Vollendung auf. Heute sitzt das Unternehmen in Biel und ist eine Tochtergesellschaft der Swatch Group.

© Omega

1995 schaffte es die Seamaster erstmals an das Handgelenk von James Bond – Pierce Brosnan füllt die Rolle damals mit Leben und erfreut sich an den praktischen Zusatzfunktionen der Uhr. Auch im 25. Bond-Film, „No Time to Die“, wird eine Omega Seamaster Diver 300M 007 Edition zu sehen sein. Zwar wurde der Film zwischenzeitlich verschoben, die diesmal unlimitierte Uhr ist aber zu kaufen.

Der Gehäuseboden ist dank eines speziellen Verschlussmechanismus immer exakt ausgerichtet. © Omega

James Bond designt persönlich

Bei der Konzeption der neuen Seamaster Diver 300M 007 Edition wurden auch militärische Bedürfnisse berücksichtigt und es flossen sogar der Input von Daniel Craig sowie der 007-Produzenten mit ein. „In der Zusammenarbeit mit OMEGA entschieden wir, dass für einen Mann vom Militär wie 007 es ist, eine sehr leichte Uhr benötigt wird. Zudem habe ich einige Details im Vintage-Stil sowie die Farbe vorgeschlagen, um der Uhr eine einmalige Note zu verleihen. Die fertige Uhr sieht unglaublich aus“, sagt Daniel Craig. Das 42 Millimeter messende Gehäuse wie auch das Mesh-Armband wurden aus Titan Grade 2 gefertigt. Das Material ist robust und leicht zugleich – ideal für einen Undercover-Agenten. Dank des NAIAD LOCK-Systems im Gehäuseboden sind alle Gravuren korrekt ausgerichtet. Im Inneren der Uhr arbeitet das OMEGA Co-Axial Master Chronometer Kaliber 8806, welches die höchsten Branchenstandards in Bezug auf Präzision und Widerstandsfähigkeit gegenüber Magnetfeldern erfüllt.

In der Urform noch immer so stark wie damals auf dem Mond: Die Omega Speedmaster. © Omega

Erste Uhr auf dem Mond

Ebenso legendär ist die Omega Speedmaster: „The first watch worn on the moon“ ziert als Gravur den Gehäuseboden zahlreicher Speedmaster-Modelle. Deren erster Einsatz im All findet zunächst noch ohne Wissen des Herstellers oder der NASA statt. Am dritten Oktober 1962 nimmt der Astronaut Walter Schirra die zweite Auflage des Chronographen mit auf die Mission „Mercury-Atlas 8 “. Die Uhr wurde als Backup zur vorhandenen Borduhr verwendet.

Optisch die Urform und das legendäre Kaliber 321 mit Handaufzug. © Omega

1962 betreten zwei Mitarbeiter der NASA verschiedene lokale Juweliere in Houston, Texas. Sie interessieren sich vor allem für Chronographen mit Handaufzug, die eines der härtesten Testprogramme der Welt durchlaufen sollen. Das Ziel: Die Uhren müssen einen Spaziergang auf dem Mond unbeschadet überstehen. Die Bedingungen sind mehr als ungastlich – Temperaturschwankungen von mehr als 100 Grad Celsius werden zwischen Sonnenbestrahlung und Schatten erwartet. Zehn Uhren gehen in den Test, nur drei Marken schaffen es ins Finale: Rolex, Longines und Omega.

Die Speedmaster Mark II kam in den 1970er Jahren auf den Markt. 2014 kam die Re-Edition auf den Markt. © Omega

Extreme Prüfungen für die Speedie

Besonders hart sind die Schockprüfungen, bei denen die Uhren bis zu 40 G ausgesetzt wurden. Sechs dieser Schläge mit einer Dauer von je 11 Millisekunden müssen die Uhren überstehen, ebenso eine lineare Beschleunigung von einem auf 7,25 G innerhalb von 333 Sekunden – eine typische Startsituation für eine Mondrakete. Am Ende steht fest: die Omega Speedmaster gehört ab sofort zur festen Ausstattung der Crews aller bemannten Raumflüge.

Die Omega Speedmaster während der NASA-Tests im Labor. © Omega

Am 20. Juli 1969 um kurz vor drei Uhr nachts verlässt die „Speedy“ oder „Moonie“ genannte Uhr am Arm von Neil Armstrong die Raumfähre und ist damit die erste Uhr auf dem Mond – „the first watch worn on the moon“. Noch heute zählt die Omega Speedmaster Professional zur Standardausrüstung der Astronauten. Dabei wird die Uhr über dem Raumanzug mit einem 640 mm langen Armband getragen. Zertifiziert gemäß den NASA-Anforderungen sind die Speedmaster Professional 3570.50.00 und die Speedmaster Professional X-33.

Buzz Aldrin an Bord der Mondfähre – am Arm die Omega Speedmaster am Velcro-Band. © NASA

Neu ist das Modell als Master Chronometer mit neuem Uhrwerk, dem Kaliber 3861, das in acht verschiedenen Varianten zu haben ist. Darunter ein Edelstahlmodell mit Saphirglas am Lederband, ein Edelstahlmodell mit Hesalithglas (der Klassiker). Neben den beiden Klassikern gibt es noch viele weitere hochwertige Omega-Uhren für Herren und Damen. Ob also Speedmaster, Seamaster oder Constellation – ob Bond oder Mond: In jeder Omega steckt ein wenig Legende!

Die Omega Constellation in der aktuellen Form. © Omega